Land fördert „flybots“ in Braunschweig mit rund 2,4 Millionen Euro

Das Land Niedersachsen fördert das Projekt „flybots“ in Braunschweig mit rund 2,4 Millionen Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro hat Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann heute an die Technische Universität (TU) Braunschweig überreicht und einen weiteren, in Höhe von rund 700.000 Euro, an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das Projekt bildet die erste Stufe, um ein Drohnen-Testzentrum im Umfeld des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg zu schaffen. Dabei werden die TU Braunschweig und das DLR eine zum Teil weltweit einzigartige Infrastruktur zur Entwicklung von Drohnen aufbauen. Beide Partner kooperieren eng bei dem Projekt, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte: Das DLR setzt auf die Errichtung eines Flugtestfelds, die TU auf ein Testfeld für Antriebsstränge und elektromagnetische Verträglichkeit. Hierbei können ganz unterschiedliche elektromagnetische Störwirkungen auf Drohnenantriebe simuliert und deren Verhalten beobachtet werden.

Althusmann sieht in dem Projekt einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Niedersachsen: „Die digitale Infrastruktur und die Digitalisierung der Gesellschaft entscheiden über unsere Wettbewerbsfähigkeit – nicht in der Zukunft, sondern bereits heute. Ich freue mich daher sehr, dass die TU Braunschweig und das DLR eine einzigartige Infrastruktur aufbauen wollen, um sichere Drohnentestungen und -detektionen durchzuführen sowie die Forschung an Drohnenantriebssträngen mit Hilfe eines weltweit einmaligen Windkanals voranzutreiben. Damit legen sie einen essentiellen Grundstein für innovative Drohnenforschung made in Niedersachsen.“

Hintergrund: Das Projekt „flybots“ wird ab seiner Inbetriebnahme eine Grundlage für die in der jüngst veröffentlichten Strategie zur Künstlichen Intelligenz genannten, höchst innovativen Projekte in dem Bereich Drohnenanwendung bilden. Daher fördert Niedersachsen die Errichtung dieser einmaligen technischen Infrastruktur aus dem Sondervermögen Digitalisierung mit einem höchstmöglichen Fördervolumen von 80% der Projektkosten.

Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, 11.05.2022